Sauber, effizient, ergonomisch: Moderne Mopps richtig einsetzen


Sie sind fast so selbstverständlich wie das Wasser in der Gebäudereinigung: Wischmopps oder Mopps (veraltet noch häufig als Wischmop / Mop bezeichnet, ein Begriff, der eigentlich eine Hunderasse oder ein speziell patentiertes Wischprodukt bezeichnet). Dabei sind moderne Mopps wahre Alleskönner, in denen oft eine Menge Spezialwissen steckt, das es zu kennen lohnt. Denn der richtige Mopp am richtigen Ort spart Zeit, Reinigungsmittel und Geld und schont darüber hinaus auch noch den Rücken und die Kraft des Reinigungspersonals.

Wie bei vielen anderen Textilien wurde auch bei den Mopps durch das Aufkommen der Microfaser einiges anders und vieles besser. Das bedeutet allerdings nicht, dass der gute alte Baumwollmopp ausgedient hätte.

Aber egal, ob neuwertige Microfaser, altgediente Baumwolle oder Mischgewebe mit Polyesteranteilen, beim Mopp kommt es hie wie da auf die Qualität des Rohstoffes sowie der Verarbeitung an. Vorausgesetzt dass diese stimmt, sollte man je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Wischmopps verwenden. Hier ein paar Ratschläge, welcher Wischmopp wo seine ideale Anwendung findet: Die wohl bekannteste Variante des Mopps ist nach wie vor der Tuftmopp, also eine Wischtextilie mit geschlungenen Fasern bzw. mit Fransen. Meistens besteht er aus einem Baumwoll/Polyester-Gemisch. Der Tuftmopp eignet sich besonders gut auf elastischen, glatten Bodenbelägen wie PVC oder Linol. Je nachdem wie hoch der Reinigungsanspruch ist, muss man auch die Unterschiede in der Garnqualität beachten. Allgemein zeichnet sich der Tuftmopp in all seinen Ausführungen als besonders strapazierfähig und langlebig aus. Zudem ist er in der Anschaffung meist günstiger als Microfaser-Mopps und somit auf einfachen elastischen Böden oftmals der Mopp der Wahl. Bei den Tuftmopps gibt es mittlerweile aber auch Microfaser-Ausführungen. Diese weisen eine höhere Reinigungskraft als herrkömmliche Tuftmopps auf und eignen sich vor allem für Einwischtechnik in hygienisch anspruchsvollen Bereichen. Auf Fliesen und Feinsteinzeug ist Microfaserplüsch bestens geeignet. Selbst auf rutschhemmenden Oberflächen lassen sich Microfaserplüsch-Mopps leicht führen. Zudem reicht der Plüsch-Überzug weit bis in die Ecken hinein. Langflorige Microplüsch-Bezüge sollten auf unebenen Fliesen, bei tiefen Fugen oder bei genoppten Oberflächen gewählt werden, kurzflorige bei eher großflächigen, wenig strukturierten Fliesen. Borstenanteile sind überall dort angezeigt, wo man auf hartnäckigen Schmutz oder Verkrustungen stößt. Die softe Variante stellen dabei Microfaser-Mopps mit leichtem Borstenrand dar. Sie kommen z.B. auf Granit und Marmor zum Einsatz, also dort, wo man unebene Oberflächen gründlich reinigen will, ohne den Glanz zu zerkratzen. Auf Sanitär- und Sicherheitsfliesen sind dann meist schon Gewebe, die ganze Borstenstreifen enthalten, angezeigt. Und bei richtigen Verkrustungen sollten dann Mopps mit hoher Scheuerkraft ran, bei denen Monofile, also einfasrige, synthetische Fäden, einen hohen Gewebeanteil darstellen. In der Unterhaltsreinigung kommen Microfaser-Mopps auch oft zur Trockenreinigung zum Einsatz. Durch ihre elektrostatische Wirkung ziehen sie Flusen und andere Schmutzpartikel an, ein Aufwirbeln bleibt aus – ideal für Bereiche wie Büros, in denen nicht täglich nass gereinigt werden muss. Besonders Microfaser-Klettenmopps weisen eine hohe elektrostatische Wirkung auf. Als wahre Allrounder gelten Microplüsch-Mopps, bei denen die Taschenhalterung aus demselben Gewebe besteht, wie die Mopp-Unterseite. Durch diese Art der Fertigung sind diese Mopps besonders leicht, lassen sich auch von Hand einfach auswringen und könne sogar für die Reinigung von Türen, Wänden oder Decken eingesetzt werden. Soweit zu den speziellen Anwendungsgebieten der unterschiedlichen Wischmopps. Für die Auswahl des optimalen Wischbezugs ist es damit allerdings noch nicht getan. Namhafte Hersteller, wie z.B. Shampid, warten mit vielen weiteren Extras auf, so z.B. mit verstärkten und aufgestellten Taschenöffnungen, die ein erleichteres Aufspannen der Wischtextilie garantieren und somit sowohl ergonomisch sinnvoll sind als auch Zeit sparen. Viele Sonderausstattungen sind möglich, von der einfachen farblichen Kennzeichnung der Mopps bis hin zur Ausstattung mit Transpondern, also Chips, über die eine automatische Zuordnung von Wischmopps ebenso möglich ist, wie die Datenerhebung über Schwundmengen sowie über Wasch- und Aufbereitungszyklen. Gerade die Transponder-Ausstattung ist in hygienisch sensiblen Bereichen, also überall dort, wo nach RKI-Richtlinien gearbeitet wird, wie z.B. in Krankenhäusern, von unschätzbarem Wert. Mopp ist also nicht gleich Mopp. Wer sich beim Kauf seiner Wischbezüge zu sehr vom Einkaufspreis leiten lässt, spart vermutlich an der falschen Stelle; denn wie so oft zahlt sich gerade auch bei Mopps über längere Sicht die richtige Produktwahl und die Qualität aus.


quelle: Gebäudereiniger Online

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